24
Jan
2012

C'est à Hambourg

C’est à Hambourg, au ciel de pluie
Quand les nuages vont à pas lents
Comme s’en vont les lourds chalands
Le long des quais, crevant d’ennui
C’est à Hambourg ou bien ailleurs
Qu’à tous les gars en mal d’amour
Qu’à tous les gars, depuis toujours,
Moi, j’ balance du rêve en plein coeur ...
C’est à Hambourg, à Santiago, à White Chapel, ou Bornéo
C’est à Hambourg, à Santiago, à Rotterdam ou à Frisco ...

C’est à Hambourg, au ciel de pluie
Qu’il a posé ses mains sur moi
Et qu’il m’a fait crier de joie
En me serrant fort contre lui.
M’a dit : « Je t’aime » à plus finir.
« Laisse donc là tous les marins !
Laisse donc la mer, et puis viens !
Moi, j’ai du bonheur à t’offrir ... »
C’est à Hambourg, à Santiago, à White Chapel, au Bornéo
C’est à Hambourg, à Santiago, à Rotterdam ou à Frisco ...

C’est à Hambourg, au ciel de pluie
Dans les bastringues à matelots
Que je promène encore ma peau
Les bras ouverts à l’infini ...
Car moi je suis comme la mer,
j’ai trop d’amour pour un seul gars
j’ai trop d’amour, et c’est pour ça
j’écrie l’amour sur toute la terre.

C’est à Hambourg, à Santiago, à White Chapel, au Bornéo
C’est à Hambourg, à Santiago, à Rotterdam ou à Frisco ...

Hello boy, you come with me ?
Amigo, te quiero mucho ...
Liebling, wir sehen uns später ...

Edith Piaf

23
Dez
2011

Schaufenster vor Weihnachten

Weihnachten ist eine Angelegenheit, von der ich eintlich nicht gerne
spreche. Einerseits weckt das schöne Wort so tiefe, heilige
Erinnerungen aus dem Sagenbrunnen der Kindheit, flimmert so magisch im
Scheine jener blonden Lebensmorgenfrühe und ist so durchstrahlt von
unzerstörbar heiligen Symbolen: Krippe, Stern, Heilandkind, Anbetung
der Hirten und Könige und Weisen aus dem Morgenland! Und andererseits
ist "Weihnachten" ein Inbegriff, ein Giftmagazin aller bürgerlichen
Sentimentalitäten und Verlogenheiten, Anlass wilder Orgien fuer
Industrie und Handel, grosser Glanzartikel der Warenhäuser, riecht nach
lackiertem Blech, nach Tannennadeln und Grammophon, nach übermüdeten,
heimlich fluchenden Austrägern und Postboten, nach verlegener
Feierlichkeit in Bürgerzimmern unterm aufgeputzten Baum, tausend
Dingen, die mir alle bitter verhasst und zuwider sind, und die mir alle
viel gleichgültiger und lächerlicher vorkämen, wenn sie nicht den Namen
des Heilands und die Erinnerungen unserer zartesten Jahre so furchtbar
missbrauchten.
Nun, sprechen wir also nicht von Weihnachten - es kämen dabei ja doch
lauter Verlegenheiten heraus, zum Beispiel, dass ich doch immer keine
Ahnung habe, was ich meiner Freundin schenken soll, und ob zwanzig
Mark fuer die Köchin richtig ist - auch und wenn ich doch den Freund S.
daran verhindern könnte, mir wieder ein so kostbares dabei so
jämmerlich unnützes Geschenk zu machen wie im letzen Jahr! Oder, falls
es sich nicht ganz vermeiden lässt, an die Weihnacht zu denken, so
lasst mich an jene wirkliche und echte Weihnachtsvorfreude denken, die
ich auch heute noch, als enttäuschter und einsamer Mensch, zu
empfinden vermag: an die Freude beim Herstellen jener Weihnachtsgeschenke,
die ich auch heute noch, wie einst in Knabenzeiten, für einige meiner
Freunde mit eigener Hand herzustellen gewohnt bin, Blätter mit
Landschaftsaquarellen und dergleichen Dinge.
Nun, trutz allen widerstreitenden und beklemmten Gefühlen muss ich
sagen: an manchen Abenden im Dezember, wenn es nach trüben,
verschleiertem Nachmittag in den Geschäftsstrassen aufzuflammen beginn,
wenn alle die farbigen und grellen Schimmer aus den Schaufenstern auf
den feuchten oder beschneiten Asphalt herausfallen und die Strasse
etwas festlich Belebtes bekommt, dann macht dieser verlogene, heftige
Weihnachtsbetrieb mit seiner lichten Aussenseite mir doch einigen Spass,
und ich kann dann eine Stunde lang gerade in jenem Stadtteil bummeln,
den ich sonst vermeide, und kann eine Stunde lang verloren und
gefesselt an den strahlenden Läden hinstreichen, ins Schaun verloren.

Hermann Hesse

30
Nov
2011

Liebe

Wenn man jemandem Freude schenken möchte,
ohne an die Konsequenzen zu denken,
weiß man, daß es Liebe ist.

Frank Herbert

Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

11
Sep
2011

Wenn ich ein Vöglein wär

Wenn ich ein Vöglein wär
und auch zwei Flügel hätt
flög ich zu dir
weil´s aber nicht kann sein
bleib ich allhier

Bin ich gleich weit von dir
bin ich im Traum bei dir
und red mit dir;
wenn ich erwachen tu
bin ich allein.

Keine Stund in der Nacht
da nicht mein Herz erwacht
und an dich denkt
dass du mir tausendmal
dein Herz geschenkt.

7
Sep
2011

Wunder

jamain-0371

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben:
Entweder so als wäre nichts ein Wunder,
oder so, als wäre alles eins.
Ich glaube an Letzteres.

Albert Einstein

3
Sep
2011

Sei wagemutig

Sei wagemutig,
sei anders,
sei unpraktisch –
sei alles, womit du die Integrität deiner Ziele
und deiner fantasievollen Vision gegen die Leute behauptest,
die immer nur auf Nummer sicher gehen...


Chris Guillebeau

25
Jul
2011

Im Sommer

O komm mit mir aus dem Gewühl der Menge
Aus Rauch und Qualm und tobendem Gedränge,
Zum stillen Wald,
Dort wo die Wipfel sanfte Grüsse tauschen,
Und aus der Zweige sanft bewegtem Rauschen
Ein Liedchen schallt.

Dort zu dem Quell, der durch die Felsen gleitet
Und dann zum Teich die klaren Wasser breitet,
Führ’ ich dich hin.
In seinem Spiegel schau die stolzen Bäume
Und weisse Wolken, die wie sanfte Träume
Vorüber ziehn.

Dort lass uns lauschen auf der Quelle Tropfen
Und auf der Spechte weit entferntes Klopfen
Mit uns allein.
Dort wollen wir die laute Welt vergessen,
An unsrem Herzschlag nur die Stunden messen
Und glücklich sein!

Heinrich Seidel

13
Jul
2011

Gefunden

Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Ich grub's mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich's
Am hübschen Haus.

Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.


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